Referendariat

Die Lehrkräfte der Ulle-Hees-Schule bilden immer gerne neue Lehramtsanwärterinnen und -anwärter aus. Es ist uns wichtig, dass neue Lehrkräfte die Chance bekommen, gut auf das zukünftige Berufsleben vorbereitet zu werden.

 

Dies schreibt ein ehemaliger Lehramtsanwärter, der 2017 mit seinem Referendariat an der Ulle-Hees-Schule fertig geworden ist: 


Referendariat an der Ulle-Hees-Schule.

 Das neue Referendare Zeit bekommen, sich in der Schule zu orientieren, zu hospitieren und Klassen sowie potenzielle MentorInnen kennenzulernen, sollte eigentlich die Regel in jedem Vorbereitungsdienst sein. Dass dies nicht in jeder Schule umgesetzt wird, haben viele Referendare meines Jahrgangs am eigenen Leib erfahren. So jedoch nicht in der Ulle-Hees-Schule:

 

Hier dürfen meine Mitlehramtsanwärterin und ich zwei Wochen lang in jeder Klasse hospitieren und jedem Lehrer bei der Arbeit zuschauen bzw. unterstützen, um uns dann für zwei MentorInnen zu entscheiden. Im Kollegium werden wir sofort als gleichwertige Mitglieder begrüßt. Andere Schulen setzen hier lieber auf den Status eines Handlangers, der unliebsame Aufgaben zu verrichten hat, weil das schon immer so gewesen sei. In Konferenzen wird die eigene Meinung ernst genommen und das eventuelle Expertentum auf Grund von aktuellen Seminarinhalten wertgeschätzt.

 

Auch nach der Wahl der Bedingungsfelder bzw. MentorInnnen sind die Wochen geprägt vom Hospitieren und Ausprobieren. Dies hat mir sehr geholfen, meine Klassen besser kennenzulernen und mich in den Schulalltag einzufinden. Auch die Schulleitung weiß um die besondere Situation im Leben eines Lehramtsanwärters und hilft sehr dabei, diese von Hindernissen geprägte Zeit so reibungslos wie möglich zu gestalten. Dies beginnt bei der Umstellung des Stundenplans, um Praxisstunden zu ermöglichen, und endet bei einer Schlafstätte vor der Prüfung (vielen Dank an Herrn Flick). Gerade für mein Ausbildungsfach Sport ist das Kombinieren der externen Hallenzeiten mit dem eigenen Stundenplan oft mit vielen Verschiebungen verbunden und doch wurde immer eine Lösung gefunden.

 

Die Schule bietet auf Grund der breiten Jahrgangsspanne (3.-10. Schuljahr) gute Möglichkeiten, praktische Erfahrungen bunt zu streuen und auch die Bedingungsfelder (wie von der Ausbildungsordnung gewünscht) heterogen zu wählen. Heterogen sind nicht nur die Schüler, sondern auch die Methoden sie zu fördern. Dies liegt wohl, neben den individuellen Lehrstilen, nicht zuletzt am Aufbauprozess in dem sich die Ulle-Hees-Schule seit der Zusammenlegung zweier Schulen im Herbst 2015 noch befindet. Die Entstehung eines neuen Schulprogrammes, neuer Schulregeln, gemeinsamer Methoden oder eines Curriculums ist ein sehr interessanter Prozess und sehr lehrreich für einen Referendar. Doch zeigt sich natürlich auch die Schwierigkeit eines solchen Unterfangens, bei dem in vielen Konferenzen sehr viel diskutiert wird. Keine einheitlichen Regelungen und Verfahrensweisen in Pausensituationen oder Konfliktsituationen zu haben, kann zu Beginn der Findungsphase problematisch sein. Zum Glück sind nun sehr viele theoretische und konzeptionelle Weichen gestellt und die kommenden LehramtsanwärterInnen werden dem noch spannenderen Prozess beiwohnen, die guten Ideen in die Praxis umzusetzen.

 

Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich mich sehr gut in der Ulle-Hees-Schule aufgenommen gefühlt habe. Was dem chaotischen Schulalltag während meiner Zeit an ein paar festen Strukturen fehlte, machte die Unterstützung durch Kollegium und Leitung wieder wett. Die Schüler- und Lehrerschaft ist sehr bunt gemischt und gab mir reichlich Lernmöglichkeiten. Wer aus Köln kommt, kann sich noch über die gute Zugverbindung freuen. Ich würde die Schule bedenkenlos empfehlen.

 

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung (einfach bei der Schule anfragen). Die Idee für dieses Fazit kam tatsächlich von mir selber und ich habe weder Geld noch eine bessere Bewertung dafür erhalten. Schade eigentlich.